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Bohrloch vorerst verschlossen

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Bohrloch vorerst verschlossen

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Erstmals seit drei Monaten strömt kein Öl mehr aus dem Bohrloch im Golf von Mexiko. Experten von BP ist es gelungen, alle Ventile eines Auffangzylinders in 1500 Meter Tiefe zu schließen. Das Ölleck gut 60 Kilometer vor der US-Küste sei damit vorübergehend abgedichtet, teilte der Konzern mit. Nach mehreren Fehlschlägen handelt es sich um den ersten echten Durchbruch im Kampf gegen die schwerste Ölpest der US-Geschichte. Weite Teile der US-Golfküste sind bereits verseucht, Touristenstrände verschmutzt, viele Fischer sind arbeitslos geworden. Zunächst bleibe das Leck zu Testzwecken geschlossen, hieß es. Diese Tests würden zwischen 6 und 48 Stunden dauern. Sie sollen klären, ob das Steigrohr in der Tiefe bei der Schließung des Lecks dem Druck standhält oder ob es Lecks gibt. Später werde man wohl wieder dazu übergehen, austretendes Öl auf Schiffe abzupumpen.