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Der Wille Gottes und der Geschichte

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Der Wille Gottes und der Geschichte

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Er hat 135 Tage lang Nahrung und Wasser verweigert, wurde künstlich ernährt. Als das Castro-Regime bekannt gab, 52 politische Gefangene zu entlassen, brach Guillermo Fariñas seinen Hungerstreik ab.

Euronews sprach am Telefon mit dem 48-jährigen kubanischen Regimekritiker im Krankenhaus in Santa Clara, wo er sich erholt und langsam wieder zu essen beginnt.

Wie sieht Guillermo Fariñas die Entwicklung auf Kuba und welche Rolle kommt der katholischen Kirche zu?

Fariñas:
“Die Castro-Brüder, Raul und Fidel, werden alles daran setzen, dass nach der Freilassung der 52 politischen Gefangenen mit der Veränderung auf Kuba Schluss ist. Und wir müssen alles daran setzen, dass die Entwicklung hier nicht aufhört, dass die Reformen weiter gehen. Das hängt von uns ab. Von der friedlichen Opposition. Es hängt ab vom kubanischen Volk, aber auch von der internationalen Presse, von den anderen Staaten der Welt, von der internationalen demokratischen Linken, die mit Kritik gegenüber dem Regime nicht gespart hat. Die Entwicklung hängt auch von den Kubanern im Exil ab, von der kubanischen Diaspora, auf der ganzen Welt.

Die katholische Kirche allein ist in der Lage, die Funktion des Vermittlers mit dem kubanischen Regime zu übernehmen. Wir leben an einem Wendepunkt der Geschichte auf Kuba.
Die katholische Kirche sollte sich einiger ihrer Fesseln entledigen und einsehen, dass sie eine historische Rolle zu spielen hat. Und dass dies der Wille der Geschichte und der Wille Gottes ist.”

Das ganze Interview mit Guillermo Fariñas können Sie in der Originalversion auf unserer “spanischen Webseite“http://es.euronews.net/2010/07/16/entrevista-exclusiva-de-guillermo-farinas/ hören.