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Erleichterung und Skepsis nach Abdichtung des Öllecks


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Erleichterung und Skepsis nach Abdichtung des Öllecks

Der Ölstrom in den Golf von Mexiko ist vorerst gestoppt – jetzt hoffen die Menschen in Louisiana auf die Rückkehr der Touristen. Seit der Explosion der BP-Ölplattform Deep Water Horizon am 20. April dieses Jahres sprudelten nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur bis zu 4,5 Millionen Barrel Rohöl ins Meer.

EIn Kneipenwirt an Louisianas Küste meinte erleichtert: “Ich finde es großartig, dass das Leck zu ist. Jetzt können wir in New Orleans endlich wieder Geld verdienen. Viele Geschäfte haben wegen des Öllecks ziemlich große Verluste gemacht. Jetzt wird hoffentlich alles wieder sauber gemacht, so dass die Geschäfte wieder laufen.”

Weniger zufrieden zeigte sich eine Frau aus derselben Region: “Das wurde aber auch Zeit. Man hätte das schon vor Monaten schaffen können. Wer Gumbo-Eintopf zubereiten kann, weiß wie man Öl aus Wasser abschöpft. Das hätten wir tun müssen.”

EIne ältere FRau dagte: “Meiner Meinung nach hätte schon längst etwas getan werden müssen. Zwei Katastrophen in fünf Jahren sind zu viel.”

Das noch vom Hurricane Katrina schwer gebeutelte Louisiana wird lange mit den Folgen der Ölkatastrophe kämpfen müssen. Das sieht auch ein Angestellter der Fischereibranche so: “Der Schaden ist angerichtet. Das Öl ist überall. Sie hätten es an die Oberfläche dringen lassen sollen, anstatt es immer wieder zu verteilen. So werden wir es nie aus dem Wasser bekommen.”

US-Präsident Barack Obama, dessen Umfragewerte im Zuge der Ölkatastrophe absackten, bewertete den ersten Erfolg BPs bei der Bekämpfung des Öllecks positiv, warnte aber vor allzu großen Hoffnungen. Denn laut BP bleibt das Leck zunächst nur testweise geschlossen.

Untersuchungen sollen in den kommenden Stunden zeigen, ob das Bohrloch dem erhöhten Druck standhalten kann, den der Abdichtzylinder verursacht.

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