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Interview mit kubanischem Dissidenten

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Interview mit kubanischem Dissidenten

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Guillermo Fariñas hat weltweite Berühmtheit durch seinen 135 Tage dauernden Hungerstreik erlangt. Der Journalist und Dissident liegt auf der Intensivstation im kubanischen Santa Clara.
Am 7. Juli brach er seinen Hungerstreik ab, nachdem Kubas Machthaber eingewilligt hatten, 52 politische Gefangene freizulassen.
Einige durfen das Land schon verlassen. Der Großteil der Gefangenen soll im Oktober das Gefängnis und Kuba verlassen können.
Guillermo Fariñas antwortete exklusiv auf die Fragen von Euronews und sagte:
“Das Regime hat pragmatisch reagiert. Sie haben entschieden, das Image Kubas aufzupolieren. Dabei versuchten sie die Europäische Union zu überzeugen, die strenge Position gegenüber Kuba zu lockern. Sie haben auch versucht die amerikanische Regierung zu überreden, endlich Touristen ungehindert nach Kuba einreisen zu lassen. Das wären potientiell fast acht Millionen Urlauber und die sind wichtig für die Wirtschaft. Denn die liegt völlig am Boden. Ebenso wie unsere Währung.”

Frage euronews:
“Wie schätzen Sie die Freilassung der Gefangenen ein und dass sie Kuba verlassen müssen?”

Guillermo Fariñas:
“Soweit wie ich weiß ist keiner der Gefangenen gezwungen worden, Kuba zu verlassen. Bei allem Respekt, wer dies vorgeschlagen hat ist der Kardinal der katholischen Kirche Kubas, Jaime Ortega Alamino. Wenn Gefangene dies ablehnten, erzählte er ihnen, dass es ihr Recht sei auf Kuba zu bleiben und sie in drei bis vier Monaten zu Hause wären. Ich muss den Unterschied deutlich machen.

Die Leute, die angeboten haben, dass die Gefangenen Kuba verlassen sollen waren nicht die Unterdrücker oder der staatliche Sicherheitsdienst, sondern hohe Vertreter der katholischen Kirche.”

Die katholische Kirche hat die Verhandlungen über die Freilassung der inhaftierten Dissidenten in Kuba geführt.
Das gesamte Interview können Sie in der spanischen Originalversion auf unserer Webseite sehen.