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Ölleck im Golf von Mexiko dicht

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Ölleck im Golf von Mexiko dicht

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Es hält dicht. Seit über 48 Stunden ist das Ölleck im Golf von Mexiko geschlossen. Ein tonnenschwerer Auffangzylinder hat es provisorisch gestopft. Nach der zweitägigen Testphase ist aber weiterhin offen, ob das Loch dauerhaft verschlossen bleibt. In den betroffenen US-Küstenstaaten wie Louisiana atmet man dennoch auf und blickt hoffnungsfroh nach vorn. Jetzt gehe es darum, dass die Menschen ihre Lebensgrundlage wieder bekommen, sagte ein Einheimischer. Man müsse die Schäden beheben und dann wieder Werbung machen und allen versichern, dass alles toll sei – eben so wie es einmal war, so der Mann weiter. Die Meeresschutzorganisation OCEANA geht davon aus, dass manche Fischarten die Katastrophe nicht überleben werden, ist aber dennoch optimistisch. Mike Hirshfield von OCEANA erklärte:
“Die Natur ist ziemlich tough und widerstandsfähig. Wenn man ihr die Chance gibt, erholt sie sich wieder. Der Golf hat in der Vergangenheit einige Schläge überstanden. Wir hoffen daher, dass er sich binnen einiger Jahre oder eines Jahrzehnts erholen wird.” Der Untergang der BP-Bohrinsel Deepwater-Horizon im April ist die schwerste Umweltkatastrophe der US-Geschichte. Schätzungen
zufolge sprudelten seitdem bis zu 4,5 Millionen Barrel Rohöl in den Golf von Mexiko.