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Spendenaffäre weitet sich aus

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Spendenaffäre weitet sich aus

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Frankreichs Arbeitsminister Eric Woerth gerät in der Parteispendenaffäre um die L’Oréal-Erbin Liliane Bettencourt weiter unter Druck.

Er steht unter Verdacht, seiner Frau einen Job in der Vermögensverwaltung der reichsten Frau Frankreichs bei Patrick de Maistre verschafft zu haben.

Das berichtete die Zeitung “Le Monde” und veröffentlichte Auszüge aus einem Verhör des Bettencourt-Vermögensverwalters.

Sollte sich herausstellen, dass es eine Gegenleistung gab, wäre das eine Straftat.

Obwohl Woerths Anwalt bestreitet, das es einen Interessenkonflikt gegeben habe, scheint die Beweislage aber eher gegen ihn zu sprechen:

Auf einer veröffentlichten heimlich aufgenommenen Tonbandaufnahme aus dem Hause Bettencourt hatte Maistre sogar gesagt, er habe Frau Woerth eingestellt, “um dem Minister einen Gefallen zu tun. Woerth habe ihn gebeten, seine Frau zu treffen und sie in ihrer Karriereplanung zu beraten”.

Die Angelegenheit gilt als heikel, weil Woerth damals zugleich oberster Steuerfahnder der Republik war und gegen Liliane Bettencourt wegen Steuerhinterziehung ermittelt wird.