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Zweite Krawallnacht in Grenoble


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Zweite Krawallnacht in Grenoble

Die französische Kleinstadt Grenoble kommt nicht zur Ruhe. Bereits die zweite Nacht gab es schwere Ausschreitungen. Erneut wurden Polizisten beschossen, verletzt wurde aber niemand. Mehr als 300 zusätzliche Polizisten waren in dem von Krawallen erschütterten Stadtteil Villeneuve im Einsatz.Vier mutmaßliche Schützen wurden festgenommen. Frankreichs Innenminister Brice Hortefeux war gestern nach Grenoble gereist und hatte die Wiederherstellung der Ordnung mit allen Mitteln versprochen. Die Anwohner des betroffenen Viertels sahen davon am Morgen noch nicht viel:
“Wenn man morgens aufsteht und die ausgebrannten Autos sieht, ist das schon traumatisierend,” sagte ein älterer Passant.
“Um Mitternacht mit einem Hubschrauber mit Scheinwerfern Runden zu drehen – das ist heftig. Das muss doch nicht sein. Da sind doch die Polizisten die Angreifer,” beschwerte sich ein anderer. Die Krawalle waren am Freitagabend ausgebrochen, als sich rund 40 Jugendliche zum Gebet für einen von der Polizei getöteten 27-jährigen Casino-Räuber aus Vielleneuve versammelten. Zuletzt hatte es in Frankreich im Herbst 2005 nach einem ähnlichen Fall landesweite Unruhen gegeben.

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