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Clinton: Kampf gegen Aids trotz Wirtschaftskrise

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Clinton: Kampf gegen Aids trotz Wirtschaftskrise

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Im Kampf gegen Aids könnten angesichts der Wirtschaftskrise die Mittel knapp werden – so die Sorge des UN-nahen Global Fund auf der UN-Aids-Konferenz in Wien.

In diesem Sinne forderte der frühere US-Präsident Bill Clinton die Hilfsorganisationen auf, effizienter zu sein. Jeder verschwendete Dollar gefährde Leben. Clinton sprach für seine Stiftung, die Clinton Foundation, die sich für einen ausreichenden Zugang zu Medikamenten einsetzt.

“Ungeachtet der gegenwärtigen, wirtschaftlichen Schwierigkeiten: Der Fortschritt, den wir in der AIDS-Bekämpfung gemacht haben, ist keine Entschuldigung dafür, das Recht auf Behandlung aufzugeben. Er ist Grund, daran zu arbeiten, dass es sich für uns alle erfüllt”, sagte Clinton.

Rund 5,2 Millionen Menschen wurden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation im vergangenen Jahr wegen Aids behandelt, 2008 waren es noch 4 Millionen. Mehr als die Hälfte aller Therapien bezahlt der vor zehn Jahren gegründete Global Fund. Er ist außerdem für die Bekämpfung von Tuberkulose und Malaria zuständig.

Laut dem Kinderhilfswerk Unicef breitet sich die unheilbare Immunschwächekrankheit vor allem in Osteuropa und Zentralasien rasant aus, so in einigen Gebieten Russlands. Oft werde dies aber nicht erkannt. Besonders betroffen seien Heim- und Straßenkinder sowie Drogenabhängige.