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Druck auf Afghanistan vor internationaler Konferenz in Kabul

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Druck auf Afghanistan vor internationaler Konferenz in Kabul

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Am Vortag der internationalen Afghanistan-Konferenz sind in Kabul Soldaten und Polizisten auf im Einsatz, um für die Sicherheit der Delegationen aus mehr als siebzig Ländern zu sorgen. Das Treffen soll an die große Afghanistan-Konferenz in London im vergangenen Januar anknüpfen. Damals sagte die internationale Gemeinschaft eine massive Aufstockung ihrer Hilfen zu.
Der Uno-Sondergesandte für Afghanistan, Staffan de Mistura erklärte: “Wir haben starken Druck ausgeübt und von den Afghanen verlangt, mehr Verantwortung zu übernehmen – und dabei auch die Korruption unter Kontrolle zu bringen, sonst wird zugesagte Geld nicht nach Afghanistan kommen.”
Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen werden in Kabul erwartet, sowie rund vierzig Außenminister. Die sollten Forderungen stellten, erklärte ein Einwohner von Kabul: “Die Geberländer sollten von der afghanischen Regierung Rechenschaft für ihr Geld fordern. Bisher wurden Hilfsgelder für die Afghanen verschwendet. Die Geber müssen künftig Rechenschaft verlangen.”
Die Hilfsgelder sollen es möglich machen, dass bis 2014 die Sicherheitsverantwortung im Lande an die Afghanen übergeben werden kann. In London hatte die afghanische Regierung versprochen, für mehr Rechtsstaatlichkeit zu sorgen und den Kampf gegen Korruption und Drogenanbau zu verstärken.