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Kein Durchbruch bei Verhandlungen

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Kein Durchbruch bei Verhandlungen

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Im Streit um direkte Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern zeichnet
sich keine rasche Lösung ab.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der US-Nahost-Vermittler George Mitchell bemühten sich in Kairo vergeblich um die Unterstützung Ägyptens und der Arabischen Liga.

Der ägyptische Außenminister:
“Vor direkten Friedensgesprächen ist noch mehr Arbeit notwendig, um die Differenzen zwischen Israel und den Palästinensern zu überbrücken.”

In Kairo sprach Präsident Husni Mubarak mit den drei Hauptbeteiligten am Friedensprozess: dem israelischen Regierungschef Netanjahu, Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und US-Vermittler Mitchell.

Der Generalsekretär der Arabischen Liga Amre Mussa sagte nach seinem Gespräch mit dem US-Nahostbeauftragten, die Araber seien im
Gegensatz zur US-Regierung nicht der Meinung, dass alle Probleme in direkten Verhandlungen zu lösen seien:
“Wenn wir bis Ende August keinen Fortschritt in indirekten Verhandlungen erreichen koennen, dann werden wir eben den UN-Sicherheitsrat anrufen.”

Politischen Beobachtern jedoch scheint dieser Schritt der Arabischen Liga eher unwahrscheinlich:
“Auch wenn die EU und die USA die Gründung eines palästinensischen Staates unterstützen würden,- eine positive Reaktion des UN-Sicherheitsrates in dieser Angelegenheit scheint mehr als fragwürdig. Daher ist dieses Szenario nicht sehr wahrscheinlich.”

Und so wollen Israel und die US-Regierung die Palästinenser weiterhin von der Notwendigkeit direkter Verhandlungen überzeugen.

Egal wie schwierig die Mission des israelischen Ministerpräsidenten auch ist, die Palästinenser zu direkten Gesprächen zu bewegen,- dies scheint immer noch realistischer als der arabische Plan, eine UN-Resolution zu einer einseitigen palästinensischen Unabhängigkeitserklärung zu bekommen.