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Fluglotsen-Ausstände in Frankreich und Spanien


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Fluglotsen-Ausstände in Frankreich und Spanien

Der Sommer hat begonnen und für Viele auch der Urlaub, doch einige Franzosen werden beim Flug in die Ferien vor Wut in die Luft gehen. Weil wieder einmal die Lotsen streiken. In Paris-Orly soll jeder zweite Flug ausfallen, am Großflughafen Charles-De-Gaulle einer von fünf. Wenigstens die Langstrecke hofft Air France komplett bedienen zu können.

Frankreichs Fluglotsen streiken bereits zum dritten Mal in diesem Jahr gegen die geplante Fusion der Flugsicherung in Europa. Statt 27 Einzeldiensten soll es künftig neun große geben. Die Franzosen müssen dann mit ihren Kollegen aus Deutschland, der Schweiz und den BeNeLux-Staaten zusammenarbeiten. Die Gewerkschaften fürchten einen Verlust von Privilegien. Am Donnerstagmorgen soll der Streik vorbei sein.

In Spanien kam es am Montag zu starken Behinderungen, die weiter anhalten könnten. Grund ist hier ein besonders hoher Krankenstand, hinter dem die Behörden einen verkappten Streik vermuten. Einige der Lotsen hätten sich erst wenige Minuten vor Schichtbeginn krankgemeldet, sagte Spaniens Sozial-Staatssekretär in Madrid, statistisch gesehen sei ein solch hoher Krankenstand unmöglich.

Laut der Lotsen-Gewerkschaft sind Überarbeitung und schlechte Dienstpläne schuld an den vielen Krankmeldungen. Die spanische Regierung hatte die Vorzüge der Lotsen zuletzt beschnitten. Sie gehören aber weiter zu den bestbezahlten der Welt.

  • Aéroports de Paris – Paris-Charles-de-Gaulle Airport & Paris-Orly Airport
  • +33 1 70 36 39 50
    www.adp.fr

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