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Ukraine von AIDS besonders betroffen

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Ukraine von AIDS besonders betroffen

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Während dem UN-Aids-Programm zufolge die Zahl weltweiter Neuinfektionen gesunken ist, breitet sich das Virus in Osteuropa rasant aus; ganz besonders in der Ukraine. Ein wesentlicher Grund: die Armutsprostitution.

Seit 1987 wurden hier mehr als 167.000 HIV Infektionen registriert. Fast 19.000 Menschen starben bislang infolge der Ansteckung mit dem Virus.

Eine junge Prostituierte berichtet:
“Ich habe zwei jüngere Brüder, die noch zur Schule gehen, 12 und 13 Jahre alt. Außerdem habe ich selbst auch ein Kind deshalb muss ich also sehen, wie ich das alles irgendwie schultern kann. Mit einem richtigen Job, müsste ich das hier nicht tun.
Ich nehme Drogen damit ich das Ganze überhaupt ertragen kann,- nur so geht es.”

Trotz der präkären Lage im Land scheint der Staat das Problem AIDS weitgehend zu ignorieren,- und so haben Freiwillige die Betreuung der Sexarbeiter übernommen. Eine Helferin:

“Wir gehen jeden Tag unsere Route ab,- verteilen frische Spritzen und Kondome. Sie erfahren von uns, in welchen Apotheken, sie diese Dinge erhalten können und wo sie Fachärzte, wie Gynäkologen, Dermatologen oder auch schon einmal einen Rechtsanwalt finden können – wenn sie Hilfe brauchen.”

Hilfestellungen die der Staat zu geben oftmals nicht bereit ist,- Und so wurde in Wien auch besonders das Desinteresse osteuropäischer Politiker gegenüber der AIDS-Konferenz kritisiert.