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Cameron zu Antrittsbesuch in Washington

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Cameron zu Antrittsbesuch in Washington

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Der britische Regierungschef David Cameron ist auf Antrittsbesuch bei US-Präsident Barack Obama. Die beiden sprachen über zahlreiche Themen: Weltwirtschaft und Naher Osten, das iranische Atomprogramm und die Lage in Afghanistan.

Dazu sagte Obama: “Im Laufe des kommenden Jahres werden die Afghanen bei der Sicherheit die Führung übernehmen, und im Juli werden wir beginnen, einige unserer Soldaten aus Afghanistan abzuziehen.”

Ein weiteres wichtiges Thema – auch in den Augen der amerikanischen Öffentlichkeit – war die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko und die Rolle des britischen Ölkonzerns BP.

Cameron bemühte sich, transatlantische Spannungen zu mildern: “Wie Präsident Obama habe ich klargemacht, dass es Aufgabe von BP ist, das Leck zu schließen, den Dreck zu beseitigen und angemessene Entschädigung zu zahlen.”

Doch Cameron bekräftigte, dass BP keine Rolle gespielt habe bei der Freilassung des Lockerbie-Attentäters Abdel Basset Megrahi aus einem schottischen Gefängnis vor einem Jahr.

Eine britische Untersuchung der Angelegenheit hält er nicht für erforderlich: “Ich brauche keine Untersuchung, die mir sagt, dass es eine schlechte Entscheidung war. Es war eine schlechte Entscheidung, und was sich im Laufe eines Jahres getan hat und die Sache noch schlimmer macht, ist die Tatsache, dass Megrahi in Libyen frei ist und nicht in Schottland im Gefängnis sitzt – wie es sein sollte.”

Cameron betonte, dass die Freilassung eine Entscheidung der schottischen Regionalverwaltung war, die in dieser Frage unabhängig handeln konnte.

Heute reist Cameron nach New York, zu Gesprächen mit dem UNO-Generalsekretär sowie mit Wirtschaftsvertretern. Am Abend soll ein Essen mit New Yorks Oberbürgermeister den Besuch abschließen.