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Eine "schlechte Nachricht" für den Kosovo

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Eine "schlechte Nachricht" für den Kosovo

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Für Haradinajs Partei “Allianz für die Zukunft des Kosovo – AAK” kam das Urteil als Überraschung. Man sei von der Unschuld Haradinajs überzeugt, hieß es in der Parteizentrale in Pristina. Der stellvertretende Vorsitzende Blerim Shala sagte, dass der Prozess neu verhandelt werde, sei eine “wahrhaft schlechte Nachricht für die Partei, für die Bürger des Kosovo und für den Staat Kosovo.”

Haradinaj wird Mord und Folter vorgeworfen. Im serbischen Belgrad stößt die Entscheidung des UN-Kriegsverbrechertribunals auf Erleichterung. Staatsanwalt Bruno Vekaric erklärte, es sei richtig, dass der Freispruch aufgehoben wurde. Vekaric meinte: “Dies ist ein großer Schritt nach vorne und bedeutet mehr Gerechtigkeit für die Opfer der Verbrechen im Kosovo zu jener schicksalhaften Zeit.”

Mit der Anordnung eines neuen Prozesses folgt das Tribunal einem bereits 2008 von der Staatsanwaltschaft eingereichten Revisionsantrag gegen Haradinajs Freispruch.