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Fluglotsenstreik in Frankreich

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Fluglotsenstreik in Frankreich

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Ein Streik französischer Fluglotsen hat zu zahlreichen Flugausfällen und Verspätungen in Frankreich geführt. Besonders betroffen war der Pariser Flughafen Orly: Dort fiel die Hälfte der Flüge aus. Auf dem größeren Hauptstadt-Flughafen Charles de Gaulle wurde etwa jeder fünfte Flug gestrichen. Mehrere kleinere Flughäfen stellten den Betrieb ganz ein.

Nach Straßburg wolle sie fliegen, sagte eine Frau in Orly fest. Sie sei nicht ganz gesund und hoffe deshalb, dass es nicht so lange dauern werde.

Die streikenden Fluglotsen wehren sich gegen Umstrukturierungen zum Aufbau eines einheitlichen EU-Luftraums (des sogenannten Single European Sky). Ein Sprecher der Gewerkschaft CGT sagte:

“Wenn diese Änderungen wirklich durchgeführt werden, gehen viele Arbeitsplätze verloren. Aber internationale Studien haben Alternativen aufgezeigt für die Umsetzung der europäischen Pläne. Die lehnen wir ja nicht ab. Wir fordern nur, dass die Alternativen in Betracht gezogen und umgesetzt werden.”

Der Sprecher des Verbands Europäischer Fluggesellschaften, in dem 36 Airlines zusammengeschlossen sind, sagte: “Wir wissen, dass es unter den Arbeitnehmern große Besorgnis gibt. Die halten wir aber nicht für berechtigt. Die Fluglosten sollten sich vielmehr freuen, dass sie künftig effektiver arbeiten können.”

Die französische Regierung nannte den Streik “unannehmbar.”

Nur ein Teil der Fluglotsen beteiligt sich an dem Ausstand. Die Lotsen sind in verschiedenen Gewerkschaften organisiert, und einige von ihnen lehnen den Arbeitskampf in der Ferienzeit ab.