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Journalisten klagen über Zensur in der Ukraine

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Journalisten klagen über Zensur in der Ukraine

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Seit dem Machtwechsel in der Ukraine Anfang des Jahres geht es mit der Pressefreiheit bergab, schlägt die Organisation “Reporter ohne Grenzen” Alarm. Nach einem Besuch in der Ukraine wegen etlicher Beschwerden von Journalisten kritisierte die Organisation, dass sich seit Amtsübernahme von Präsident Janukowitsch im Februar Zensurversuche, polizeiliche Übergriffe auf Journalisten und Einschüchterung durch die Behörden gehäuft hätten.

“Man kann unmöglich weiter alle Journalisten in unserem Land auf die Knie zwingen wie unter Präsident Kutschma. Klar gibt es umso mehr Öffentlichkeit, je höher der Druck ist und je weniger den Missständen abgeholfen wird. Und am Ende wird sich das auch auf die Behörden auswirken. Es muss sich auf sie auswirken, denn diese Behörden erklären doch immer, dass ihre Zukunft und die des Landes in der EU liegt,” meint Roman Skrypin, Nachrichtenchef des Fernsehsenders TVi.

Unter Kutschma waren die Medien gegängelt worden, doch nach der Orangen Revolution 2004 hatte sich die Lage unter dem westlich orientierten Präsidenten Juschtschenko verbessert. Reporter ohne Grenzen drängt unter anderem auf konsequente Strafverfolgung bei Übergriffen auf Journalisten.