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Mordprozess gegen russische Neonazis

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Mordprozess gegen russische Neonazis

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13 mutmaßliche Neonazis müssen sich seit diesem Donnerstag vor einem Moskauer Gericht für über zwanzig Morde aus fremdenfeindlichen Motiven verantworten. Ihnen wird außerdem ein versuchter Terroranschlag vorgeworfen. Sie sollen Mitglieder der rechtsextremistischen Organisation “Nationalsozialistische Gesellschaft” sein.

Die Angeklagten agierten vor allem im Raum Moskau und griffen dunkelhäutige mutmaßliche Ausländer aus Asien und Afrika an. 27 Menschen sollen sie auf dem Gewissen haben. Bei einer Verurteilung droht ihnen lebenslange Haft.

Die Gewalt und Mordlust von Neonazis in Russland hat seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion drastisch zugenommen, mehrere Mitglieder von Skinheadgruppen wurden schon zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt.

Die “Nationalsozialistische Gesellschaft” wurde vom Obersten Gerichtshof Russlands verboten. Sie ist eine der bekanntesten unter den gut 300 rechtsextremen Gruppen und betreibt paramilitärische Trainingslager.