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EU stellt Kosovo und Serbien Integration in Aussicht

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EU stellt Kosovo und Serbien Integration in Aussicht

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Die Europäische Union hat dem Kosovo und Serbien nach dem Urteil des Internationalen Gerichtshofs die Integration in die EU in Aussicht gestellt. “Die Zukunft Serbiens liegt in der Europäischen Union. Die Zukunft des Kosovo liegt ebenfalls in der Europäischen Union”, sagte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton in Brüssel. Man würde deshalb einen Dialog zwischen Serbien und dem Kosovo begrüßen, er würde den Fortschritt auf dem Weg in die EU beschleunigen und das Leben der Menschen verbessern. Auf die völkerrechtliche Loslösung von Serbien reagierten 22 der 27 EU-Mitglieder mit staatlicher Anerkennung. Dazu wichtige andere Staaten wie USA, Kanada, Japan, Türkei und Australien. Die EU-Staaten Spanien, Griechenland, Zypern, Rumänien und Slowakei machten nicht mit – aus bekannter Furcht vor Abspaltungsbestrebungen im eigenen Staat. Von weltweiter Anerkennung kann aber erst die Rede sein, wenn mehr als die Hälfte der 192 UN-Mitgliedsstaaten diesen Schritt vollziehen. Das wären 97. Bei gerade mal 69 Anerkennungen ist man noch weit davon entfernt. In Russland wurde das Urteil des Internationalen Gerichtshofs scharf kritisiert. Der Richterspruch sei “ein typisches Beispiel für doppelte Standards”, hieß es im Auswärtigen Ausschuss der Staatsduma. Zwei Jahre nach dem Kaukasuskrieg zwischen Russland und Georgien weigere sich die internationale Gemeinschaft immer noch, die von Georgien abtrünnigen Gebiete Abchasien und Südossetien anzuerkennen.