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Kosovo feiert Urteil von Den Haag

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Kosovo feiert Urteil von Den Haag

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Zwei Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo hat der Internationale Gerichtshof in Den Haag die Rechtmäßigkeit der Loslösung von Serbien bestätigt. Die Richter erklärten in aller Deutlichkeit, dass die Unabhängigkeitserklärung vom Februar 2008 “das internationale Recht nicht verletzt hat”. Die politische Spitze des Kosovo feierte feierte das Gutachten der höchsten Rechtsinstanz der Vereinten Nationen mit Chamagner. Jan Wouters ist Experte für Völkerrecht an der katholischen Universität Löwen. Er meint, das Gericht habe klar gemacht, dass das Kosovo ein spezieller Fall sei. Im Rahmen der UN-Resolution 1244, die die Einrichtung einer vorübergehenden Zivilverwaltung nach dem Kosovokrieg regelte und die territoriale Unversehrtheit Serbiens zwischen 1999 und Februar 2008 sicherte, als das Kosovo sich für unabhängig erklärte, sei das Urteil des Gerichtshofes als Einzelfall zu verstehen, der keinesfalls auf andere Staaten übertragbar sei. Die serbische Regierung hatte selbst vor dem Internationalen Gerichtshof geklagt, um Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Loslösung des Kosovo von Serbien bekräftigen zu lassen. Jetzt protestieren die im Kosovo verbliebenen Serben gegen die Entscheidung, in anderen Teilen des ehemaligen Jugoslawiens, etwa in Bosnien-Herzegowina, drohen sie gar mit eigenen Unabhängigkeitserklärungen.