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Reaktionen in Belgrad und Pristina

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Reaktionen in Belgrad und Pristina

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Serbien will den Kampf für die Wiedereingliederung des Kosovos in seinen Staatsverband fortsetzen und weitere Anerkennungen des Gebiets verhindern: Das kündigte der serbische Präsident Boris Tadic in Belgrad an – und betonte, Gewaltanwendung sei ausgeschlossen, die einzige Möglichkeit sei eine von allen Seiten akzeptierte Lösung.

“Serbien wird natürlich niemals die einseitig erklärte Unabhängigkeit des Kosovos anerkennen,” betonte Tadic und fügte hinzu, viele Staaten würden nun gedrängt werden, das Kosovo noch vor einer Debatte in der UN-Vollversammlung anzuerkennen. Serbien werde alles in seiner Macht stehende tun, um sicherzustellen, dass es so wenige Anerkennung wie möglich geben werde.

Sein kosovarischer Kollege Fatmir Sejdiu dagegen begrüßte die Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs, die in Pristina, der Hauptstadt des Kosovo, mit Begeisterung aufgenommen wurde.

“Dieses Gutachten beseitigt alle Schwierigkeiten, die es möglicherweise für Länder gegeben hat, die die Unabhängigkeit noch nicht anerkannt haben. Wie rufen alle diese Länder auf, die Republik Kosovo als unabhängigen souveränen Staat anzuerkennen.”