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Weltaidskonferenz fordert Notmaßnahmen

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Weltaidskonferenz fordert Notmaßnahmen

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Zum Abschluss der Weltaidskonferenz in Wien ist auf den Straßen erneut für die Rechte von HIV-Infizierten demonstriert worden. Die Demonstranten forderten ein Ende der Ausgrenzung von Menschen, die von der Krankheit betroffen sind. Opfer von Diskriminierung sind weiterhin vor allem Schwule, Prostituierte und Drogenabhängige.

In der Konferenzhalle forderte Julio Montaner, der Präsident der Internationalen AIDS-Gesellschaft, rasches globales Handeln: “Wenn es an der Wall Street eine Krise gibt oder irgendwo Öl ausläuft, werden sofort Milliarden von Dollar mobilisiert. Die Gesundheit von Menschen verdient dieselbe Aufmerksamkeit, aber wenn angesichts der globalen HIV- und AIDS-Krise rasches Handeln erforderlich ist, stehen keine Mittel zur Verfügung. Wir dürfen nicht vergessen, dass sich noch heute 7.500 Menschen mit HIV infizieren werden, genau soviele wie gestern und wie morgen.”

Vorsorgemaßnahmen, vor allem die Verwendung von Kondomen, sind der sicherste Schutz vor Ansteckung. Aber auch die meisten der 33 Millionen Menschen, die weltweit bereits infiziert sind, könnten ein normales Leben führen, wenn sie die erforderlichen Medikamente bekämen.