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Fidels Ausflug im Kampfanzug

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Fidels Ausflug im Kampfanzug

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Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro hat sich erneut in der Öffentlichkeit gezeigt. Diesmal trug der “Comandante” ein olivgrünes Uniformhemd, das für jahrzehnte sein Markenzeichen war. Castro besuchte am Samstag das Mausoleum der Martyrer (Mausoleo de los Mártires) in Artemisa, um die Revolutionäre zu ehren, die beim gescheiterten Angriff auf die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba gefallen waren. Der Angriff gilt als Beginn der kubanischen Revolution. Er jährt sich morgen zum 57. Male. Castros jüngerer Bruder Raul wird beim Staatsakt die Festrede halten.

Fidel war in den vergangenen Tagen mehrfach in der Öffentlichkeit aufgetreten. Dass er sich nach seiner Operation erstmals wieder außerhalb der Hauptstadt Havanna und im Kampfanzug zeigte, wird als Zeichen dafür gewertet, dass er in Zukunft wieder eine stärkere politische Rolle spielen will. In den vergangenen Tagen hatte er wiederholt vor der Gefahr eines Atomkrieges gewarnt, den die USA mit ihrer Sanktionspolitik gegen den Iran auslösen würden.

Fidel Castro hatte 2006 krankheitsbedingt die Regierungsgeschäfte an seinen Bruder Raúl übergeben.