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Mindestens 19 Tote bei Loveparade

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Mindestens 19 Tote bei Loveparade

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Der Tunnel wurde zur Todesfalle: Mindestens 19 Menschen sind bei einer Massenpanik während der Loveparade in Duisburg zu Tode getreten oder gedrückt worden. Mehr als 300 weitere Besucher des Musik- und Tanzfestivals wurden zum Teil schwer verletzt, als sich am späten Samstagnachmittag in dem Nadelöhr vor dem Veranstaltungsgelände mehrere tausend Menschen stauten. Bei den Todesopfern handelt es sich nach Angaben der Polizei in der Mehrzahl um junge Frauen. An der Loveparade nahmen im Laufe des Tages mehr als eine Million Menschen teil.

Amateur-Videoaufnahmen zeigen die Enge, die in dem Tunnel herrschte, als die Panik ausbrach. Rettungskräfte versuchten bewusstlose Verletzte zu reanimieren. Doch auch für sie war der Zugang zum Gelände äußerst schwierig. Die naheliegende A59 wurde gesperrt und von den Rettungskräften für ihre Bemühungen genutzt. Augenzeugen berichteten, sie hätten noch eine halbe Stunde vor Ausbruch der Panik vor der Gefahr gewarnt. Trotz des tragischen Geschehens lief das Musikspektakel zunächst weiter, um eine mögliche weitere Panik zu verhindern. Bereits jetzt wird kritisiert, dass die Veranstalter nicht auf die Menschenmassen vorbereitet gewesen seien.