Eilmeldung

Eilmeldung

Dissident Gálvez zum Schweigen von Raul Castro am 26. Juli

Sie lesen gerade:

Dissident Gálvez zum Schweigen von Raul Castro am 26. Juli

Schriftgrösse Aa Aa

Am Morgen nach dem kubanischen Revolutionsfeiertag 26.Juli sprach euronews in Madrid mit Julio Cesar Gàlvez. Der 66jährige Dissident war Leistungssportler, dann Sportjournalist. Bis 2001. Da tat er, was sich in einen kommunistischen Land nicht schickt:

Er arbeitete als Freiberufler. 2003 wurde er verhaftet, zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.
euronews fragte ihn, wie er die gestrige Zurückhaltung in der Rede von Raul Castro bewertet.

Julio Cesar Gálvez:
Seit 1959 in Kuba die Revolution triumphierte, also während seiner gesamten Präsidentenzeit, hat es Fidel Castro niemals versäumt, am 26. Juli eine Rede zu halten. Genauso hielt es bisher Raul Castro. Nach meiner bescheidenen Meinung hat das Regime von Havanna eine Form gefunden, der Welt die Botschaft zukommen zu lassen, dass sich etwas ändert. Es gibt Unterschiede, die ein neues Bild erkennen lassen. Bedauerlicherweise ist das aber nur eine Widerholung dessen, was seit 50 Jahren in Kuba läuft. Unabhängig davon wer die Rede hält, der Inhalt ist immer der gleiche, dahinter verbirgt sich immer Castro.

euronews:
Welche Reformen müsste das Castro-Regime dringend einleiten, damit sie, die Dissidenten, mit einer Änderung der EU-Position gegenüber Kuba einverstanden wären?

Julio Cesar Gálvaz:
Zuerst müsste die kubanische Regierung ihre Politik ändern. Nirgends in der Welt kann man gegenwärtig wirtschaftliche oder soziale Veränderungen ohne politische Veränderungen erreichen. Und Kuba braucht dringend politische Veränderungen. Die Lage in Kuba ist auf allen Gebieten chaotisch: politisch, wirtschaftlich, sozial. Wir hoffen, dass das Regime fähig ist zu erkennen, ein politischer Wechsel ist notwendig im Umgang und im Dialog der Kubaner miteinander.