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Duisburger Oberbürgermeister unter Druck

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Duisburger Oberbürgermeister unter Druck

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Während täglich Trauernde in Duisburg Kerzen anzünden und Blumen niederlegen, wird der Druck auf Oberbürgermeister Adolf Sauerland immer größer. Kritiker werfen ihm vor, dass er die Loveparade aus Prestigegründen unbedingt nach Duisburg holen wollte, aber nicht viel Geld für die Sicherheit habe ausgeben wollen. Zwanzig Menschen starben bei einer Massenpanik am Samstag, mehr als 500 wurden verletzt.

Auch der Chef der Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sieht für Sauerland nur den Rücktritt. Vorwürfe gegen die Ordnungskräfte wies er zurück.

Dirk Oberhagemann, ein Spezialist für Sicherheit, der für das Forschungsministerium an einer Studie arbeitet und deshalb auf der Loveparade war, erklärt, der Tunnel sei ein Risiko gewesen, dessen sich die Organisatoren bewusst waren, denn man habe ihn nicht filmen lassen.

Am Samstag findet eine Trauerfeier für die Opfer statt, an der auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Christian Wulff teilnehmen werden.