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Frankreich will scharfer gegen al-Kaida vorgehen

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Frankreich will scharfer gegen al-Kaida vorgehen

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Nach dem Tod der französischen Geisel Michel Germaneau in Mali hat Premierminister François Fillon mit einem schärferen Vorgehen gegen al-Kaida-Terroristen in der Region gedroht.

Der 78-Jährige Mitarbeiter einer Hilfsorganisation war offenbar nach einer fehlgeschlagenen Rettungsaktion getötet worden. Fillon sagte, man befinde sich im Krieg mit al-Kaida. Wenn man nun, nach mehreren Monaten, einen militärischen Ansatz mit der mauretanischen Armee verfolge, die ja auch al-Kaida im Maghreb bekämpfe, dann geschehe das, weil eine Gefahr für das ganze Land bestehe.

Indes reiste Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner nach Mali. Er will die Wogen glätten, weil Mali nicht über die Militäraktion am vergangenen Samstag informiert worden war. Kouchner kündigte eine bessere Kooperation mit den Ländern der Sahelzone im Kampf gegen den Terrorismus an.

Germaneau war im April im Niger entführt worden. Am Samstag waren französische und mauretanische Soldaten von Mauretanien aus auf malisches Staatsgebiet vorgedrungen und hatten dort ein mutmaßliches Ausbildungslager der al-Kaida im Maghreb angegriffen.

Sie vermuteten, das Germaneau dort gefangen gehalten werden könnte, was sich jedoch als falsch herausstellte. Kritiker meinen nun, dass der Angriff in direktem Zusammenhang mit der Ermordung der Geisel steht. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy forderte seine Landsleute auf, nicht mehr in die Sahelzone zu reisen.