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Kritik nach Tragödie in Duisburg

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Kritik nach Tragödie in Duisburg

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Die Trauer und der Schock über die Tragödie bei der Loveparade im deutschen Duisburg dauern an. Zugleich wächst die Kritik an den Verantwortlichen. Die Zahl der Todesopfer stieg inzwischen auf 20. Eine 21-Jährige erlag in einem Krankenhaus den Folgen ihrer schweren Verletzungen. In der Nähe der Unglücksstelle häufen sich Blumen, Grablichter und Briefe. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. Noch ist unklar, wer für die Tragödie verantwortlich ist. Viele sehen in dem Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland einen der Schuldigen. Er wurde auf offener Straße beschimpft. Auch wird sein Rücktritt gefordert. “Die Polizei habe ich kaum gesehen”, berichtet eine junge Frau, die aus Italien zu der Veranstaltung herangereist war. “Die Ambulanzfahrzeuge waren weit weg von dem Ort, wo das Unglück geschah.” Inzwischen verdichten sich die Hinweise, dass Warnungen missachtet und Vorschriften bewusst aufgeweicht wurden. Mehr als 500 Menschen wurden am vergangenen Samstag verletzt, über 40 waren am Montag immer noch in Behandlung in Kliniken.