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Auseinandersetzungen zwischen Türken und Kurden

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Auseinandersetzungen zwischen Türken und Kurden

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Im Süden der Türkei ist die Polizei mit Tränengas gegen aufgebrachte türkische Nationalisten vorgegangen, die auf kurdische Einrichtungen und Geschäfte losgegangen sind. Zu den Auseinandersetzungen kam es in der Folge eines Anschlags Unbekannter auf ein Fahrzeug der regionalen Sicherheitskräfte.

Dabei waren am Montag vier Polizisten getötet worden. Die örtlichen Behörden in der Provinz Hatay an der Grenze zu Syrien machen die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) für den Anschlag verantwortlich.

Die aufgebrachte Menge in der Stadt Dörtyol setzte unter anderem die örtliche Parteizentrale der kurdischen Partei für Frieden und Demokratie (BDP) in Brand. Ihre Vorgängerin, die DTP, war wegen -wie es hieß – Nähe zur PKK verboten worden.

Bereits am Montag war es zu Auseinandersetzungen zwischen türkischen und kurdischen Demonstranten gekommen. Die Polizei machte Provokateure dafür verantwortlich. In der Türkei wird im September in einem Referendum über eine Reform der Verfassung abgestimmt. Den Abschnitt, der auch das Verbot kurdischer Parteien erschweren sollte, hatte das Verfassungsgericht kürzlich gekippt.