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Genugtuung für Socrates in Freeport-Affäre

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Genugtuung für Socrates in Freeport-Affäre

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In der portugiesischen Freeport-Affäre hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen zum Großteil eingestellt. Im Zusammenhang mit mutmaßlichen Schmiergeldzahlungen bei der Errichtung der riesigen Shopping Mall in einem Lissaboner Naturschutzgebiet war auch der Name José Socrates gefallen, heute Ministerpräsident, damals Umweltminister. Nun empfindet er Genugtuung und zeigt er sich erleichtert:

“Die Staatsanwaltschaft hat, nachdem sie alle über Jahre zusammengetragenen Beweise studiert hat, festgestellt, dass es keinen Grund gab, wen auch immer anzuklagen – keine Politiker, keine hohen Beamten des Umweltministeriums – wegen Korruption, Einflussnahme oder illegaler Parteienfinanzierung.”

Gegen zwei von insgesamt sieben Verdächtigen ermittelt die Staatsanwaltschaft aber weiter. Portugiesischen Medienangaben zufolge soll es sich um einen Portugiesen und einen Briten handeln. Der Fall hatte durch ein britisches Rechtshilfeersuchen an Fahrt gewonnen, dort wurde er aber inzwischen zu den Akten gelegt. In Großbritannien hat Freeport seinen Sitz.