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Spanische Region Katalonien verbietet Stierkampf

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Spanische Region Katalonien verbietet Stierkampf

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Tierschützer in Katalonien feiern ihren Sieg: In der autonomen spanischen Region dürfen künftig keine Stierkämpfe mehr stattfinden. Das Regional-Parlament in Barcelona verabschiedete wie erwartet ein entsprechendes Gesetz.
Zuvor war ein entsprechendes Volksbegehren erfolgreich verlaufen. “Wir sind sehr froh, dass Vernunft und Mitgefühl gegen die Barbarei gesiegt haben”, sagte eine Akitivistin. “Dafür haben wir jahrelang gearbeitet. Das ist ein Triumph für die Menschen in Katalonien.”

68 Abgeordnete stimmten für das Verbot, 55 dagegen, bei neun Enthaltungen. Das Gesetz tritt 2012 in Kraft.

Katalonien ist die erste Region auf dem spanischen Festland, die den Stierkampf verbietet. Auf den Kanarischen Inseln sind die Corridas schon seit 1991 illegal.

Nach dem Erfolg des katalanischen Bürgerbegehrens wollen es Tierschützer nun in weiteren Regionen versuchen, doch auch die Freunde des Stierkampfs machen mobil. Nach der Parlamentsentscheidung in Barcelona brachten sie ihre Verärgerung zum Ausdruck. Ein junger Torero: “Ich bin enttäuscht, ich fühle mich machtlos, wenn ich sehe, wie Politiker für uns entscheiden. Die Corrida gibt es seit ewigen Zeiten. Die Politiker haben sie uns nun gestohlen.”

Der Stierkampf zieht allerdings ohnehin immer weniger Besucher an, und nicht nur in Katalonien: In ganz Spanien gab es im vergangenen Jahr landesweit etwa 900 große Corridas, 350 weniger als im Vorjahr.