Eilmeldung

Eilmeldung

Stierschützer gegen Toreros: Votum in Katalonien

Sie lesen gerade:

Stierschützer gegen Toreros: Votum in Katalonien

Schriftgrösse Aa Aa

In Katalonien stimmt das Parlament heute darüber ab, ob in der reichsten spanischen Region der Stierkampf verboten wird. Und die Tierschützer erwarten, dass sie gegen die Toreros gewinnen. Das wäre ein Novum auf dem spanischen Festland und auch politisch eine Kampfansage. Zuletzt machte sich sogar der König für das “Kulturgut” stark.

“Stierkampf ist Misshandlung, bevor die Tiere sterben. Ich bin von hier, aus Katalonien, aber mit dem Stierkampf bin ich nicht einverstanden.”, sagt eine Frau in Barcelona.

Naturgemäß widerspricht der gefragte Torero: “Das Thema ist in Katalonien stark politisiert worden. Man muss den wahren Wert sehen: Ein Mann tritt einem Stier entgegen und schafft Kunst. Darin liegt der Wert unserer Nationaltradition.”

Für Separatisten ist der Brauch Ausdruck der Vorherrschaft Madrids. Gleichzeitig finden Stierkampf und Stierhatz viele Anhänger, anders als auf den kanarischen Inseln, wo die Corridas vor bald 20 Jahren abgeschafft wurden. Hintergrund des heutigen Votums ist eine Bürgerinitiative. Sie hatte 180.000 Unterschriften für ein Verbot gesammelt.