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Karsai empört über Internet-Veröffentlichung

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Karsai empört über Internet-Veröffentlichung

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Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat sich empört geäußert über die Veröffentlichung Zehntausender Militärakten zum Afghanistan-Krieg im Internet. Dadurch würden Afghanen in Gefahr gebracht, sagte er in der Hauptstadt Kabul: “Auch Namen von Afghanen, die mit den Koalitionstruppen zusammengearbeitet haben, sind mit diesen Dokumenten veröffentlicht worden, das ist äußerst verantwortungslos und schockierend.”

Die gewaltige Datenmenge, die von der New York Times, dem britischen Guardian und dem SPIEGEL aus Deutschland als ersten Medien analysiert wurde, war der Internetplattform Wikileaks zugespielt worden. Wikileaks sammelt geheime offizielle Dokumente aus anonymen Quellen, um Missstände öffentlich zu machen.

Der afghanische Präsident kritisierte zudem die westlichen Truppen für ihre Zurückhaltung gegenüber dem Nachbarland Pakistan: Die Truppen wären durchaus in der Lage, die dortigen Stützpunkte der Taliban anzugreifen, sagte Karsai, doch seien sie dazu anscheinend nicht bereit. Pakistan ist ein Verbündeter der USA in der Region.