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London erlaubt das Arbeiten bis 68

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London erlaubt das Arbeiten bis 68

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Die britische Regierung hat angekündigt, älteren Menschen künftig die Möglichkeit einzuräumen, bis 68 arbeiten zu können.

Das derzeitige Renteneintrittsalter für Männer beträgt in Großbritannien 65 Jahre,- für Frauen 60 Jahre.

Mit der Neufassung des Rentengesetzes soll nun das Arbeiten auf freiwilliger Basis ermöglicht werden. Ein Sprecher des britischen Rentner-Interessenverbandes:

“Es gibt viele Menschen, die durchaus gerne weiter arbeiten würden, deren Streben aber durch diese komplett willkürliche Altersgrenze blockiert wird.”

Doch gibt es auch Kritiker des Vorhabens,- die Arbeitgeberverbände bemängeln, dass sie mit der Neuregelung verpflichtet würden ältere Mitarbeiter weiter zu beschäftigen:

“Wir nehmen an, daß ein Großtteil nun länger arbeiten möchte,- weil er vielleicht nicht genug für die Rente gespart hat – (sie haben also keine andere Wahl, als weiter zu arbeiten). Der Arbeitgeber ist dann in der schwierigen Situation,
entweder diese Mitarbeiter nützlich unterzubringen oder aber sie weiter zu beschäftigen, selbst wenn sie ineffektiv sind.”

Denn die staatliche Rente in Großbritannien liegt weit unter der deutschen: Sie macht derzeit weniger als 20 Prozent des Durchschnittverdiensts aus.

So können sich die britischen Renter also bald entscheiden, ob sie lieber arbeiten gehen wollen um etwas länger in die Rentenkasse einzuzahlen oder ob sie ihren Lebensabend frei gestalten möchten.