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Was das Ausländergesetz SB1070 in Arizona regeln sollte

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Was das Ausländergesetz SB1070 in Arizona regeln sollte

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Die Arandas in Phoenix/Arizona, packen. Vor acht Jahren kamen sie aus Mexiko. Mit dem Entwurf für ein neues Einwanderungsgesetz des Bundesstaates Arizona fürchten sie hier noch mehr Probleme.
Italia Aranda, 20, Studentin, erzählt, wie jetzt schon ihr Alltag aussieht: Wenn sie im Auto zur Schule unterwegs ist, erschrickt sie bei jeder Polizeisirene, weil sie immer vor dem Risiko Angst hat, angehalten und nach Mexiko ausgewiesen zu werden.

Wie die Arandas wären rund 400.000 Einwohner von Arizona von dem Gesetz Nummer SB 1070 betroffen.
Das sollte illegalen Aufenthalt zu einem Verbrechen gegen ein Gesetz des Bundesstaates erklären und der Polizei eine Überprüfung erlauben, sobald ihr eine Person verdächtig vorkomme.
Und verdächtig in Sinnes dieses Gesetzesentwurfs erscheinen alle Menschen, die nach “Latino” aussehen.

Die republikanische Gouverneurin von Arizona,
Jan Brewer, will sofort Berufung gegen die Gerichtsentscheidung einlegen. Nach Aufffassung von Rechtsexperten könnte der Streit letztlich vor dem Obersten Gerichtshof in Washington landen.

Joseph Gabor nennt er das Gesetz “rassistisch”, weil er immer wieder wegen seines Aussehens angehalten und kontrolliert wird. Dabei ist er US-Bürger, sogar Veteran der der amerikanischen Armee.

So gut dran sind die Tagelöhner nicht, die hier allmorgendlich auf einen Job warten.
Dabei würde die US-Wirtschaft nach der Einschätzung von Experten gar nicht mehr funktionieren ohne diese billigen Arbeitskräfte.
Vor illegaler Einwanderung aus dem ärmeren Lateinamerika versucht man sich in Arizona durch eine Grenzmauer zu schützen.
Die hat nur die Schleuserkriminalität ansteigen lassen.