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Frankreich geschockt nach Mehrfach-Babymord

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Frankreich geschockt nach Mehrfach-Babymord

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Frankreich ist geschockt, nach der Nachricht von dem achtfachen Babymord im Norden des Landes. Laut Staatsanwaltschaft hat die Mutter gestanden, die Kinder nach der Geburt erstickt zu haben. Seit Ende der achtziger Jahre spielte sich das ab; die heute 45-jährige Frau, zuvor schon zweifache Mutter, wollte demnach keine Kinder mehr.

Aufgefallen ist offenbar keinem etwas, bei keiner dieser acht Schwangerschaften. “Wenn eine Frau sich dessen selbst nicht bewusst ist”, sagt der Straßburger Frauenarzt Israel Nisand; “dann korrigiert sie ihre Haltung: Ohne es zu wissen, stärkt sie ihre Bauchdecke. Das verhindert, dass sich die Gebärmutter nach vorne neigen kann; sie richtet sich stattdessen auf. Die Schwangerschaft bleibt dann völlig unbemerkt – unbemerkt von der Frau, aber auch von den Ärzten und dem Ehemann.”

Dass der eigene Mann über viele Jahre nichts merkt, ist die eine Sache: Wie eine Frau selber mit solchen Taten über so eine lange Zeit leben kann, die andere.

“Wenn so ein unbewusster Konflikt unterdrückt wird”, sagt der Psychiater Pierre Lévy-Soussan;
“dann ist dieser Mensch dazu verurteilt, das zu wiederholen. Für ihn hat das keinen Sinn, jedenfalls nicht den, den wir ihm geben. Wenn es also keinen Sinn hat und nicht bewusst stattfindet, wird es wiederholt werden.”

Die Mutter ist nun in Untersuchungshaft; ihr droht bis zu lebenslange Haft. Gutachten sollen aber klären, inwieweit sie für ihr Handeln verantwortlich war.