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Lokführer schuld an Glacier-Express-Unglück

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Lokführer schuld an Glacier-Express-Unglück

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Eine Woche nach dem schweren Unfall des Glacier-Express im Schweizer Kanton Wallis steht die Ursache fest: menschliches Versagen. Nach Angaben der Kantonspolizei hatte der Lokführer zu früh beschleunigt, woraufhin zwei Wagen des Panoramazuges entgleisten. Eine 64jährige Japanerin starb, rund 40 Menschen, die meisten von ihnen Japaner, wurden verletzt.

Der stellvertretende Regierungspräsident des Wallis versuchte, die japanische Öffentlichkeit zu beruhigen: Die Regierung bedauere die Tragödie und bitte die Angehörigen um Verzeihung, sagte er, sie wünsche ihnen die Kraft und den Mut, um diese schwierige Zeit zu überstehen.

In Japan hatte das Unglück für Aufregung gesorgt, denn dort gilt eine Fahrt mit dem Glacier-Express nicht nur als lohnend, sondern auch als sicher. Besonders empört zeigte sich die japanische Presse darüber, dass der Glacier-Express zwei Tage nach dem Unfall den Betrieb wieder aufnahm – auch wenn das Tempo an der Unfallstelle mittlerweile auf 10 Stundenkilometer reduziert wurde.