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Schwulendemo in Jerusalem

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Schwulendemo in Jerusalem

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Geschützt von einem Großaufgebot der israelischen Polizei haben rund 2000 Homosexuelle in Jerusalem an der traditionellen Schwulenparade teilgenommen.
Die Parade ist in Jerusalem besonders umstritten. Ein Großteil der Bevölkerung besteht aus streng gläubigen Juden.

“Jerusalems Schwule haben großen Respekt vor den streng religiösen Mitbürgern. Es geht auch darum, den Orthodoxen zu zeigen, dass es Homosexuelle gibt, auch unter den Orthodoxen. Für die ist es wichtig, sich nicht verstecken zu müssen”, meint Schmul Satat.

Vereinzelt kam es zu Handgemengen mit Gegendemonstranten, die fanden Schwule gehörten in die Hölle und Jerusalem sei “heiliges Land, kein Homoland”.

“Die Leute haben die Schnauze voll, dass Menschen Dinge tun, die gegen die Bibel verstoßen, gegen Gott, in dieser Heiligen Stadt ist das etwas, das die Stadt entweiht”, klagt der orthodoxe Gegendemonstrant Baruch Marzel.

Der Marsch, der üblicherweise im Juni stattfindet, ist dieses Jahr auf den ersten Jahrestag des Überfalls auf ein Schwulenzentrum in Tel Aviv verschoben worden, bei dem zwei Homosexuelle getötet worden waren.