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66 Jahre Warschau Aufstand

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66 Jahre Warschau Aufstand

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In der polnischen Hauptstadt haben die Menschen des 66. Jahrestages des Warschauer Aufstandes gegen die deutschen Besatzer von 1944 gedacht.

Polens neuer Präsident Bronislaw Komowski legte einen Kranz am Grabmal des unbekannten Soldaten nieder. In einem Moment der Besinnung kam das Leben im ganzen Land für einen Augenblick zum Stillstand.

Rückblick:
Die nationalpolnische Heimatarmee hatte im Sommer 1944, angesichts des Vorrückens der sowjetischen Verbände bis vor die Tore Warschaus, zusammen mit der kommunistischen polnischen Volksarmee den Aufstand gegen die Nazi-Besatzer gewagt.

Die rund 25.000 Aufständischen versuchten, die polnische Hauptstadt vor dem Einmarsch der Roten Armee aus eigener Kraft zu befreien. Unterstützung erhielten sie durch die britische Royal Air Force, die wiederholt Waffen per Fallschirm abwarf.

Stalin zeigte keinerlei Interesse an einem Sieg der Heimatarmee, die eine antikommunistische Regierung hätte etabliert können. Und so mußten die polnischen Verbände am 2. Oktober 1944 die Waffen strecken.

16.000 polnische Bewaffnete und 150.000 Zivilisten fielen den Kämpfen zum Opfer. Rund 70.000 Menschen wurden in Konzentrationslager deportiert.
Deutsche Verbände zerstörten anschließend systematisch einen Großteil der nahezu menschenleeren Hauptstadt.