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Pakistan sagt Geheimdiensttreffen in London ab

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Pakistan sagt Geheimdiensttreffen in London ab

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Nach den umstrittenen Äußerungen von Großbritanniens Premierminister David Cameron in Indien hat der pakistanische Geheimdienst ISI ein Treffen mit britischen Geheimdienstvertretern in London abgesagt. Die Zeitung “The Times” zitiert einen Sprecher des pakistanischen Geheimdienstes, der die Äußerungen Camerons als “unverantwortlich” bezeichnet habe.

Pakistans ehemaliger Geheimdienstchef Hamid Gul sagte, der Dienst folge streng den Vorgaben der pakistanischen Regierung. Diese Politik sei sehr klar. Man wolle ein friedliches Afghanistan und denke, dass es ohne ein friedliches Afghanistan kein friedliches Pakistan geben könne. Pakistan ist einer der wichtigsten Verbündeten von USA und NATO im Kampf gegen den Terrorismus. In den Taliban-Hochburgen an der Grenze zu Afghanistan sind inzwischen mehr als 140.000
pakistanische Sicherheitskräfte im Einsatz.

Großbritanniens Außenminister David Miliband sagte, in dieser Woche habe es zwar Schlagzeilen gegeben. Tatsächlich brauche Großbritannien aber gute Beziehungen zu Pakistan. Der britische Regierungschef hatte bei einem Besuch im mit Pakistan verfeindeten Indien gesagt, dass Pakistan den – so wörtlich – “Export von Terror” fördere. Man könne es nicht dulden, dass Pakistan die Dinge auf zwei verschiedene Weisen sehe und den Export von Terror nach Indien, Aghanistan und anderswo in die Welt dulde.