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Santos für Gespräche mit FARC

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Santos für Gespräche mit FARC

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Kurz vor dem Ende der Amtszeit von Präsident Alvaro Uribe verschärfen sich die Spannungen zwischen Kolumbien und Venezuela. Uribe wird sein Amt am kommenden Samstag an Juan Manuel Santos übergeben. Dieser hat ein Gesprächsangebot der marxistischen FARC-Rebellen grundsätzlich angenommen und Beschuldigungen zurückgewiesen, Kolumbien wolle das Nachbarland angreifen. Ein Sprecher des designierten Präsidenten sagte, Kolumbien werde sich weiter an die Kanäle des internationalen Rechts halten. Dieses Instrument sorge dafür, dass auch Venezuela sich daran halten müsse und kolumbianischen Terroristen keinen Unterschlupf gewähren dürfe. Kolumbien wirft dem Nachbarland vor, etwa 1500 FARC-Rebellen im Land zu dulden. Venezuelas linksgerichteter Präsident Hugo Chávez bestreitet dies, brach die diplomatischen Beziehungen ab und verlegte nach einer behaupteten Verletzung des venezolanischen Luftraumes durch Kolumbien Truppen an
die Grenze. In Kolumbien wiederrum sind US-Truppen stationiert, die von dort aus die Region kontrollieren können. Die Regierung Uribe hatte mit US-Militärhilfe in Milliardenhöhe den FARC in den vergangenen acht Jahren die schwersten Niederlagen ihrer Geschichte beigebracht. Dennoch versetzen die FARC dem Staat weiterhin empfindliche Schläge. Bei einer Schießerei im Süden des Landes wurden gestern fünf Polizisten und ein Soldat getötet.