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Umsatzrückgänge wegen Ölpest

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Umsatzrückgänge wegen Ölpest

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Gut drei Monate nach der Explosion der Bohrinsel “Deepwater Horizon” im Golf von Mexiko ist Joe Patti’s Fischmarkt in Pensacola eine Haupteinnahmequelle weggebrochen: die Touristenbusse fahren nur noch selten vor. Besitzer Frank Patti setzt nun auf Stammkunden, Leute wie Bart. Er hat seine Gewohnheiten nicht geändert, Fisch steht weiter auf dem Speiseplan. “Ich komme weiterhin her” sagt ein Kunde, “weil Frank garantiert keinen Fisch verkauft, der von der Ölpest verseucht ist.” Franks Umsatz ist um 52 Prozent zurückgegangen. Seine 110 Angestellten hat er aber bislang halten können. Auch wenn seine Stammkunden weiterhin kommen – Sorgen um Lösungsmittel und Chemikalen im Wasser macht er sich dennoch: “Ich will wissen, welche Lösungsmittel sie verwenden”, sagt Frank, “um die Ölpest zu bekämpfen. Ich will wissen, welche Folgen das für meine Produkte hat, ich will meinen Kunden sagen können, das Zeug ist gut. Zur Zeit kann ich das aber nicht.” Obwohl der Fischmarkt direkt am Wasser liegt; der Fisch, den Frank verkauft kommt von überall her, vornehmlich aus Costa Rica, nur von der eigenen Küste nicht.