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BP will Bohrloch nun endgültig schließen

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BP will Bohrloch nun endgültig schließen

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Seit einem Vierteljahr strömt Erdöl in den Golf von Mexiko: Jetzt steht BP vor einem entscheidenden Schritt, mit dem das Leck geschlossen werden könnte. Genau genommen sind es zwei Schritte: Erst sollen Bohrschlamm und Zement von oben in das eigentliche Bohrloch gepumpt werden – durch die Abdichtvorrichtung, die das Loch provisorisch verschließt. Einige Tage später soll das Gleiche mit Hilfe einer Seitenbohrung geschehen, die weiter unten im Boden auf das Bohrloch trifft. Wenn alles klappt, wäre das Loch dann endgültig verschlossen.

Alle Ausrüstungsteile seien angeschlossen, meinte der BP-Verantwortliche Doug Suttles. Man warte noch auf die Zustimmung der Regierung; nach jetzigem Stand könne es am Dienstag losgehen.

Riesige Mengen an Erdöl sind seit der Explosion und dem Untergang einer Bohrinsel aus dem Bohrloch in 1,5 Kilometern Tiefe ausgeflossen. Einige Versuche, die Katastrophe in den Griff zu bekommen, sind gescheitert. Für BP bedeutet das Unglück Milliardenkosten; die Folgen für die Umwelt sind noch unabsehbar.