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Nach den heftigen Regenfällen in China droht schwimmender Müll den Drei-Schluchten-Staudamm in Zentralchina zu verstopfen. Im Zulaufgebiet vor dem Damm leben etwa 150 Millionen Menschen, die ihren Abfall in den Jangtse werfen, da sie keine Deponien haben. Die Regenmassen haben eine derart dicke Müllschicht an den Damm gespült, dass man laut staatlichen Medien teilweise darauf laufen kann. Täglich wird der Müll abgeschöpft, doch kommen die Chinesen mit dem Aufräumen am größten Wasserkraftwerk der Welt nicht mehr hinterher.

Auch im Nordosten, in der Provinz Jilin, haben Regenfälle und Überflutungen für katastrophale Zustände gesorgt: Dort waren hunderttausende Bewohner zeitweilig von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten, nachdem das Hochwasser Leitungen beschädigt und außerdem tausende Fässer mit brennbaren Chemikalien aus einer Fabrik in einen Fluss gespült hatte.

Andere Provinzen kämpfen ebenfalls gegen die Fluten. Seit April sind durch Überschwemmungen und Erdrutsche nach Angaben der Regierung fast tausend Menschen ums Leben gekommen, knapp fünfhundert werden noch vermisst. Knapp zehn Millionen Bewohner mussten aus Sicherheitsgründen ihre Häuser verlassen.

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