Eilmeldung

Eilmeldung

EU vs. Produktpiraterie

Sie lesen gerade:

EU vs. Produktpiraterie

Schriftgrösse Aa Aa

2009 hat der Zoll an EU-Grenzen 118 Millionen gefälschte Produkte beschlagnahmt.

Wo kamen die her und wie wurden sie transportiert?
Laut Bericht, den die EU-Kommisson Ende Juli veröffentlicht hat, haben die Zollbehörden mehr als 43.500 Verfahren wegn verdächtiger Produkte eingeleitet. Im Bericht heisst es, wenn früher vor allem Luxus-Produkte von der Verletzung des Urheberrechtes betroffen waren, so seien es inzwischen mehr und mehr Produkte des täglichen Bedarfs.

Die Grafik zeigt den Anteil einzelner Warengruppen.
Ganz deutlich wird – Tabakwaren stehen ganz oben auf der Fälscherliste – gefolgt von Medikamenten und anderen Gesundheits- und Sanitärprodukten wie Kondomen.

Die Kontrolleure der EU-Behörde O.L.A.F. stehen oft schon am Kai, wenn Frachter aus China ankommen.
Mit einem Anteil von 64 % sind die Chinesen Weltmeister im Kopieren und Fälschen.
Danach kommen die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten, Tunesien.
Gefälscht werden neben Medikamenten und alkoholischen Getränken auch massenhaft Spielwaren.

Um die Rechte der Hersteller – aber auch die Gesundheit der Bürger – zu schützen, hat die EU-Kommission im vergangenen Jahr einen Aktionsplan
entwirfen, der zunächst bis 2012 reicht.

Der EU-Sprecher John Taylor sagte:
“Der Plan sieht die Unterstützung der Zollbehörden in den 27 Mitgliedsstaaten vor, um dem Recht auf geistiges Eigentum an der Grenze Geltung zu verschaffen. Dabei geht es um Bereiche wie Gesetzgebung, geschäftliche Zusammenarbeit, internationale Zusammenarbeit und ein stärkeres Bewußtsein für diese Probleme.”

Um die Frage vom Anfang zu beantworten:
Die meisten Waren kommen auf dem Luftweg, etwas weniger auf dem Postweg oder per Frachter übers Meer. Die größten Einzelposten wurden bisher in Griechenland, Italien und den Niederlanden abgefangen.

“Mehr über die EU kostenlos unter dieser Telefonnummer und im Internet bei europedirect oder in einem Infobüro in Ihrer Nähe.”