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Neue Regenfälle in Pakistan

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Neue Regenfälle in Pakistan

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Das Land erlebt seine schlimmste Flutkatastrophe seit achtzig Jahren – doch die Lage dürfte sich mit dem neuerlichen Regen noch verschlechtern. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich das Hochwasser auf weitere Teile des Landes ausdehnt, wie ein Sprecher des UN-Kinderhilfswerks erklärte.

Mehr als drei Millionen Menschen seien schon betroffen – am Montag war noch von eineinhalb bis zwei Millionen die Rede. Da viele Dörfer noch nicht zugänglich sind, bleibt unklar, wieviele Todesopfer zu den mehr als 1.400 gezählten hinzukommen.

Am stärksten traf es bislang den Nordwesten. Dort hatten die Bewohner schon zuvor wegen der Jagd der Armee auf Taliban und Aufständische in Unsicherheit gelebt. Die Menschen in den Katastrophengebieten brauchen nicht nur Lebensmittel, sondern auch Gerätschaften, um das Essen zuzubereiten: Alles wurde ihnen weggespült.

Der Verteilungskampf hat begonnen: “Die Lebensmittel kommen an, und dann verteilen die Dorfältesten sie an ihre eigenen Leute. Die Armen bekommen nichts ab. Die Fluten haben uns wirklich alles genommen”, klagt ein Dorfbewohner.

Aus zahlreichen Staaten wurde Nothilfe in Millionenhöhe zugesagt. Viele Hilfsorganisationen haben zu Spenden aufgerufen, ebenso der pakistanische Präsident, der derzeit Frankreich und Großbritannien besucht. Dass er nicht im Lande bei denen ist, denen das Wasser bis zum Halse steht, hat viele Pakistaner empört.