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Neues Abdichtungsmanöver im Golf von Mexiko


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Neues Abdichtungsmanöver im Golf von Mexiko

Im Golf von Mexiko wollen Ingenieure heute ein Manöver beginnen, mit dem das Ölleck im Meeresboden definitiv geschlossen werden soll. Am Morgen (Ortszeit) wollte BP damit beginnen, das Bohrloch mit Schlamm und Zement zu versiegeln.

Unterdessen bestätigten US-Wissenschaftler, dass die Ölpest im Golf von Mexiko die Schlimmste der Geschichte ist. Bei der Havarie der Exxon Valdez vor Alaska waren schätzungsweise 41 Millionen Liter Öl ins Meer geflossen, 780 Millionen Liter sind nun in den Golf von Mexiko gelangt. Davon wurde bisher rund ein Sechstel eingesammelt.

Als schlimmste Ölpest galt bisher die Havarie der Bohrinsel Ixtoc vor dreißig Jahren. Damals strömten mehr als 530 Millionen Liter aus, ebenfalls in den Golf von Mexiko.

Taucher der Meeresschutz-Organisation Ocean Futures Society besuchten am Wochenende die US-Südküste im Bundesstaat Louisiana, um die Folgen der Ölpest für die Umwelt zu sehen. Ein Taucher sagte:

“Als wir die Küste absuchten, fanden wir kleine Löcher im Sand. Wenn man neben diesen Löchern auftritt, fühlt sich der Sand schwammig an, und es kommt Öl heraus.”

Ob die heutige Operation unter Wasser Erfolg hat, wird frühestens nach 24 Stunden klar sein, – so der Ölkonzern BP.

Neben den Versuchen, das Bohrloch zu schließen, bemüht sich BP auch, sein Image zu verbessern, und noch immer nicht mit großem Geschick, sagen Kritiker: BP-Einsatzleiter Doug Suttles erklärte, er würde nicht zögern, Fische aus dem Golf zu verspeisen. Umweltschützer sagten, es sei noch längst nicht klar, in welchem Ausmaß Meerestiere durch ölauflösende Chemikalien belastet seien.

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