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British beef: Klonfleisch auf dem Teller

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British beef: Klonfleisch auf dem Teller

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In Großbritannien ist das Fleisch von mindestens einem Kalb einer geklonten Kuh auf den Markt und damit wohl auch auf den Teller gekommen. Die Lebensmittelbehörde untersucht Berichte über einen entsprechenden Fall. Demzufolge wurde das Klonfleisch im vergangenen Jahr vermarktet. Die Behörde prüft außerdem Berichte über einen Bauern, der Milch der Nachkommen einer geklonten Kuh verkauft haben will.

Brendan Curran, Biotechnologieforscher an der Queen Mary University in London beruhigt: “Der Beweis, den wir seit mehreren Jahren aus Amerika haben, wo sie die Fleisch- und Milchprodukte geklonter Tieren analysieren, besagt, dass die Milch identisch mit konventionell erzeugter Milch ist.”

Klonfleisch und -milch seien nur der nächste logische Schritt in der Entwicklung der modernen Landwirtschaft, klagt Peter Stevenson von der Tierschutzorganisation “Compassion in World Farming” und verweist auf die schwache Gesundheit der Tiere: “Oft sind sie nach drei Milchzyklen in so schlechtem Zustand, dass sie vorzeitig geschlachtet werden müssen. Wir bewegen uns in diesem Land also schon weg von der traditionellen Milchwirtschaft hin zu einer industriellen Milchproduktion. Das Klonen wird diesen Trend noch verschlimmern.”

In der EU gibt es bislang keine Regeln, die Klon-Produkte explizit zulassen oder verbieten. Die Kommission möchte sie in die Regeln für so genannte “Neuartige Lebensmittel” einbeziehen. Doch hat sich das Europa-Parlament erst im Juli klar für ein Verbot der Erzeugnisse geklonter Tiere ausgesprochen.