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Klonfleisch auf dem Teller: Gesundheitsrisiko?

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Klonfleisch auf dem Teller: Gesundheitsrisiko?

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Von einem Hof in Großbritannien ist im vergangenen Jahr Klon-Fleisch verkauft worden und wohl auch auf den Tisch gekommen. Die britische Lebensmittelbehörde FSA überprüft einen Fall, der jetzt bekannt wurde. Das Fleisch stammte von einem Bullen, der als Embryo einer geklonten Kuh aus den USA importiert worden war. Die Vermarktung des Fleisches eines zweiten Bullen wurde gestoppt. Der Bauer ist sich keiner Schuld bewusst, doch die Behörde betont, dass ein Zulassungsverfahren nötig gewesen wäre.

Auf die drängende Frage der Verbraucher, ob solches Fleisch gefährlich ist, hat auch FSA-Chef Tim Smith nur eine zögerliche Antwort: Nach allen Beweisen, die seiner Behörde und den Kollegen in Europa nach Risikobewertungen vorlägen, sei es sicher, solche Lebensmittel zu essen. Doch er wie sicherlich auch die Kollegen in Europa hätten gern noch eine breitere Datenbasis, um definitiv darüber zu entscheiden.

Kurz zuvor waren bereits Berichte über einen britischen Milchbauern bekannt geworden, der anonym einräumte, Milch von Nachkommen einer geklonten Kuh verkauft zu haben. Auch hier hat die Molkereikooperative Risiken für die Verbraucher ausgeschlossen. Die Europa-Abgeordneten sind sich da nicht so sicher: Sie forderten im Juli ein Verbot von Lebensmitteln, die von geklonten Tieren stammen.