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Rätselraten um vermeintlichen Anschlag auf Irans Präsidenten

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Rätselraten um vermeintlichen Anschlag auf Irans Präsidenten

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Was es nun wirklich war, weiß bislang keiner so genau: Die einen sprechen von einer Handgranate, die anderen von einem Feuerwerkskörper, der auf den Konvoi des iranischen Präsidenten abgefeuert wurde. Fest steht, dass Mahmud Ahmadinedschad den Vorfall unversehrt überstand.

Bei seinem Besuch in der Stadt Hamedan war der halb-offiziellen Nachrichtenagentur Fars zufolge eine Handgranate auf die Wagen geschleudert worden. Andere Berichte sprachen von einem Feuerwerkskörper – ob nun von jubelnden Anhängern oder von Regimegegnern geworfen. Staatliche Medien dementierten einen Anschlagsversuch und Ahmadinedschad setzte ungerührt sein Programm mit einer Rede vor der Menge fort.

Hamedan gilt als stabile Region ohne nennenswerte politische oder ethnische Spannungen.

Ahmadinedschad hat nicht zuletzt nach seiner umstrittenen Wiederwahl und der Niederschlagung der Proteste Feinde im Lande. Seine Hardlinerpolitik, die Holocaust-Leugnung und sein Atomanreicherungsprogramm machen ihn auch im Ausland nicht beliebt. Mehrmals sprach er von Mordplänen Israels gegen ihn, zuletzt zu Beginn dieser Woche. In seiner Rede nach dem heutigen Vorfall ging er mit keinem Wort auf den möglichen Anschlag ein.