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Waldbrände in Russland dauern an

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Waldbrände in Russland dauern an

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Ein Ende der schlimmsten Naturkatastrophe in Russland ist weiterhin nicht in Sicht. Innerhalb eines Tages brachen nach Angaben des nationalen Krisenstabes rund 300 neue Brände aus. Die Brandbekämpfungsmannschaften werden weiter durch Soldaten verstärkt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sind nun 10 000 Soldaten in Brandeinsatz, das seien doppelt so viele wie bisher, hieß es.

Staatspräsident Dmitri Medwedew unterbrach seinen Sommerurlaub und kehrte nach Moskau zurück. Bei einer Sitzung des Krisenstabes forderte er einen stärkeren Schutz strategisch wichtiger Objekte.

Die Flammen bedrohen auch das Atomforschungszentrum Sarow und den Flughafen in Nischni Nowgorod, der wegen starken Rauchs geschlossen wurde. In Zatische vor den Toren Moskaus kämpft man seit sechs Tagen gegen die Flammen. Noch ist keines der 250 Häuser niedergebrannt, aber die Gefahr steigt stetig. “Der Torf brennt unter der Erde”, klagt Hausbesitzerin Elena. “Das kann man nur sehr schwer löschen. Ich weiß nicht, ob wir das Dorf retten können.”

Es sind die schwersten Waldbrände in Russland seit fast einem halben Jahrhundert. Das Land stöhnt unter dem heißesten Sommer seit Beginn der Wetterstatistiken vor 130 Jahren.